Riesling - Erziehungsformen der Rieslingrebe

Je nach Standort und Qualitätsbestreben des Winzers werden 4.000 bis 10.000 Rebstöcke pro Hektar angepflanzt. Durch die unterschiedliche Pflanzdichte werden die einzelnen Rebstöcke entsprechend mit  Nährstoffen und Wasser versorgt.

Ebenso wird das Wachstum der Laubwände (Mikroklima) und somit der Befall mit Pilzkrankheiten wie z.B. der Peronospora (Plasmopora viticola = Falscher Mehltau), dem Echten Mehltau (Oidium) oder mit Botrytis (Botrytis cinerea = Grauschimmel) beeinflusst.

 
Drahtrahmenerziehung

Bei der Drahtrahmenerziehung ist der Abstand der Rebzeilen (Fahrgassenbreite) an die Breite der Arbeitsgeräte gebunden, die dem Winzer wiederum erhebliche Handarbeiten ersparen.

Bei einem Betrieb mit Vollerntelese halbieren sich die Vollkosten pro Liter erzeugtem Wein im Vergleich zur Einzelstockerziehung in den  Extremlagen wie beispielsweise an der Mosel.

Steillagen

Einzelstockerziehung

Extremlagen wie an Mosel, Saar, Ruwer und am Mittelrhein  mit Steillagen mit bis zu 68 % Hangneigung verlangen einen enormen Arbeitseinsatz. Zwar wird der Bodenerosion wie beispielsweise an der Mosel durch den wasserdurchlässigen Schieferboden relativ gut entgegnet, dennoch muss immer wieder Boden von den unteren Bereichen zurück auf den Hang geschafft werden.

Die Einzelstockerziehung von Rieslingreben in solchen Steillagen ermöglicht eine  optimale Ausnutzung der Sonneneinstrahlung. Ab und an wird den Winzern bei den Rebarbeiten in den Steilstlagen so manches alpinistisches Geschick abverlangt. Ein Vorteil der Einzelstockerziehung besteht darin, dass sich der Winzer bei den Rebarbeiten quer und längs zum  Hang zwischen den Rebstöcken (ohne störende Drähte) bewegen kann.

 

Begrünung

Je nach Wasserversorgung und Standortbedingung kann jede Rebzeile bzw. jede 2. begrünt werden.