Riesling - Herkunft liegt im Dunkeln

Mittelrhein

Nach Bassermann-Jordan ähnelt die Rieslingrebe jener Sorte, die Plinius (23-79 n. Chr.) als ammineische Rebe beschreibt.

Manche vermuten, dass König Ludwig der Deutsche (843-876) die Rieslingrebe am Rhein eingeführt habe. Andere Vermutungen führen den Usrprung der Rieslingrebe auf die ehemals am Rhein heimische Wildrebe Vitis vinifera var. silvestris zurück. Auch erhebt das österreichische Weinanbaugebiet Wachau Anspruch darauf, der Ort des Rieslingursprungs zu sein.

Auf einer Rechnung von 1435 an die Grafen von Katzenelnbogen taucht der Posten "seczreben rießlingen in die wingarten" auf, was natürlich kein Beweis für die deutsche Herkunft der Rieslingrebe zulässt. Nach Untersuchungen aus den 90er-Jahren soll die Rieslingrebe aus einer Spontankreuzung zwischen Weißem Heunisch und Traminer entstanden sein.

Bremmer Calmont, Mosel

Ob sich der Ursprung des Namens Riesling von Rusling (Erwähnung von "Ruslingwingarten" in einer Wormser Urkunde um 1430/35"; hier besteht die Möglichkeit der Verwechslung mit der Rebsorte Räuschling) bzw. "Rissling" wegen der rissigen Borke dieser Rebsorte oder sogar seiner Neigung zum Verrieseln (Abfallen der Blüten während der Blühphase) bei kühler Witterung ableitet, ist nicht bekannt.

Nach Prof. Dr. Jürgen Udolph, Zentrum für Namenforschung, Leipzig, lässt sich der Name "Riesling" vom Aussehen der reifen Beere ableiten(s. folgender Artikel im pdf-Format):