Riesling - Geschichte

1. Jh.Plinius d.Ä. (23-79 n.Chr.) beschreibt die ammineische Rebe, bei der es sich um den Riesling handeln könnte.
9. Jh.König Ludwig der Deutsche (843-876) lässt - möglicherweise - Rieslingreben am Rhein anpflanzen.
15. Jh.Mögliche Ableitung des Namens Riesling von Rußling (Rus = dunkles Holz) bzw. Rissling (rissig = reißen). Erste schriftliche Erwähnung des Rieslings im Jahr 1477 anlässlich des Elsass-Besuchs von René II. von Lothringen."seczreben rießlingen" treten 1435 als Rechnungsposten einer Kellerei im Rheingau auf.
16. Jh.

Hieronymus Bock
Erste Erwähnung des Rieslings 1552 in heutiger Schreibweise in Hieronymus Bocks Kräuterbuch
17. Jh.Im Jahr 1669 ist der Trarbacher Ungsberg (Mosel) zu einem Drittel mit Rieslingreben bestockt.
18. Jh.Benediktinerabtei Johannisberg pflanzt in den Jahren 1719 und 1720 über 38.000  Rieslingrebstöcke an. Entdeckung der späten Lese zur Erzeugung edelsüßer Rieslingweine
20. Jh.Bis Anfang des 20. Jh. stehen die deutschen Rieslinge mit höheren Preisen auf den Weinkarten der europäischen Luxushotels als die berühmten Weine der bordelaiser Châteaux.Mit Beginn des I. Weltkrieges und der russischen Revolution brechen die Käufer für die teuren Rieslingweine weg. Kurzfristiges Profitdenken durch Exporte süßer Billigrielsingweine (sweet and cheap) fügt dem deutschen Riesling ein über Jahrzente anhaltendes Negativimage zu.
21. Jh.Intensives Qualitätsstreben und enorme Marketinganstrengungen der Winzer durch persönliches Engagement vor Ort in den Exportländern verhilft dem Riesling erneut zu großem Ansehen. Die ursprünglichen Preise lassen sich vorerst zum Leid der Winzer und zur Freude der Rieslingfreunde nicht mehr erzielen.