Riesling - Anbaugebiete - Argentinien

Mendoza, Argentinien

Argentiniens Weinbau reicht zurück bis in die Mitte des 16.Jh. Im 19.Jh. brachten viele Einwanderer aus Europa neben ihrem Pioniergeist auch viel Erfahrung in Bezug auf den Weinbau mit nach Argentinien. Ebenso stellten nicht zuletzt hunderttausende der Einwanderer ein enormes Kundenpotenzial dar. Bis Anfang des 20. Jh. ließen sich über 2 Mio. Einwanderer aus Europa in Argentinien nieder.

Heute beträgt die Rebfläche Argentiniens 208.000 ha. Die drei Hauptweinanbaugebiete Argentiniens sind der Nordwesten, Zentralwesten und Patagonien mit jeweiligen Subregionen. Die drei Hauptweinanbaugebeite unterteilen sich in die Weinanbaugebiete Catamarca, La Pampa, La Rioja, Mendoza, Rio Negro, Salta, San Juan und Tucumán.

Die Reben gedeihen in einem warmen und trockenen Klima mit Niederschlägen (Hauptniederschläge im Frühjahr und Sommer) zwischen 150 und 400 mm/Jahr. Aufgrund der geringen Niederschläge werden die Rebflächen über die Wasserentnahme aus Flüssen und Grundwasser bewässert.

Die Jahresdurchschnittstemperatur schwankt je nach Standort zwischen 13,8 und 18,3°C.  Hagel stellt in der Mendoza-Region ein größeres Problem dar als Frost. 

Folgende Rebsorten werden in Argentinien angebaut: Bonarda, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Chenin Blanc, Torrontes, Malbec, Merlot, Pinot gris, Pinot noir, Riesling, Sangiovese, Sauvignon Blanc, Syrah, Tempranillo und Viognier u.a.

Die Provinz Mendoza ist das Hauptweinanbaugebiet Argentiniens. Im Jahr 1880 erhielt die Region Mendoza als erste Region ihren Appellations-Status. Aufgrund von Verbesserungen im  Bewässerungssystem (Wasserrecht, Bankdarlehen) wuchs die Rebfläche in den Jahren 1887 bis 1901 von 4.700  auf 21.000 ha. Bis zum Jahr 1910 erhöhte sich diese Anbaufläche nochmals um 10.000 ha. Heute beträgt die Rebfläche mehr als 150.000 ha.

Riesling
wird in den Appellationen San Rafael und Luján de Cuyo  (Rebflächen auf 1.000 m Höhe), beide seit 1993 als DOCs anerkannt, angebaut.